Die Entstehung des Hellebardiers
Recherchen
Auf die Anfrage in der Gardekanzlei, wo
Bildmaterial zu finden sei, bekam ich die Adresse von Herrn Linus Meier
Exgardist aus Beromünster. Da dies nur
eine halbe Stunde entfernt war, besuchte ich Herrn Meier gleich am nächsten Tag. Es zeigte sich, dass es
zwar einige Souvenirfiguren in kleineren Ausführungen gibt, künstlerische
Skulpturen von Schweizergardisten, die dem Wert der Schweizergarde entsprächen,
jedoch nicht.

Modell
Um eine detaillierte Figur aus Holz zu
fertigen, benötige ich ein Modell. Ein solches gibt es nicht, folglich muss ich
eines herstellen. Ich entschied mich, dies mit Plastilin zu modellieren und zwar
in Originalgrösse, das heisst in der Grösse, wie die Holzskulptur sein soll.

Holzgardist
Vom Gipsmodell nahm ich den Umriss ab und übertrug
ihn auf einen Lindenholzklotz von 25 cm Dicke. Solche „Flecklinge“ sind rar.
Zum Glück hatte ich beim Lotharsturm mehrere dicke Lindenstämme mit der
Kettensäge aufgesägt und zum Trocknen gelagert. Den stattlichen Holzklotz und
das Gipsmodell spannte ich in eine Fräsmaschine, diese fertigte einen Rohling.
Färbung
Zuletzt bemalte ich den geschnitzten
Hellebardier mit wasserlöslichen Farben. Das Gesicht habe ich gebeizt und
leicht gefärbt. So entstand ein Kontrast zur Uniform und der Gardist bekam eine
lebendige Ausstrahlung.

Varianten
Auf Wunsch fertige ich den Hellebardier mit
Helm oder Péret. Exgardisten können Ihre persönliche Hellebardennummer
eingravieren lassen.